X-Manager (Einzelplatzmodus) – Verteilte Sitzung

Wenn Sie X-Manager im Einzelplatzmodus ausführen (standardmäßig installiert), können Sie mit der Funktion Remotesitzungsdienste verteilte Sitzungen konfigurieren. Eine verteilte Sitzung kann zur Leistungsverbesserung beitragen, wenn eine hohe Latenz oder geringe Bandbreite in Ihrem Netzwerk Probleme verursacht (normalerweise, weil sich der X-Clienthost weit entfernt von der X-Manager-Workstation befindet). Mit dieser Konfiguration können Probleme auch mithilfe von XDMCP gelöst werden, wenn die Verbindung über VPN hergestellt wurde.

Eine verteilte Sitzung können Sie mithilfe von Remotesitzungsdiensten konfigurieren. Damit diese Funktion in X-Manager im Einzelplatzmodus unterstützt wird, müssen Sie die Funktion Remotesitzungsdienste auf dem X-Clienthost oder auf einem UNIX-Computer mit einer schnellen Verbindung zu diesem Host installieren und die Sitzung so konfigurieren, dass sie auf diesem Host ausgeführt wird. Ausführliche Informationen finden Sie unter Konfigurieren einer verteilten Sitzung im Einzelplatzmodus.

Hinweis: Alle von X-Manager im Einzelplatzmodus verwendeten Konfigurationen werden in der Reflection X Advantage-Datenbank auf der X-Manager-Workstation gespeichert.

 

Im Folgenden wird die Abfolge von Ereignissen in einem Netzwerk mit hoher Latenz dargestellt, wenn unter Remotesitzungsdienste die Option Hohe Netzwerklatenz aktiviert ist. Bei diesem Beispiel ist die Funktion Remotesitzungsdienste auf dem X-Clienthost installiert und wird auf diesem Host ausgeführt.

  1. Wenn Sie X-Manager starten, werden Sitzungseinstellungen aus der Datenbank auf Ihrer Workstation abgerufen.
  2. Wenn Sie eine Sitzung starten, werden ein Clientconnector und ein Protokollrouter auf dem X-Clienthost erstellt, und die X-Clientanwendungen stellen eine Verbindung mit dem Clientconnector her.
  3. Die X-Serveranzeige wird auf Ihrer Workstation erstellt. Reflection X Advantage misst automatisch die Latenz der Verbindung zwischen dem Protokollrouter und der X-Serveranzeige und erstellt einen X-Server ohne Monitor auf dem X-Clienthost, sobald sich die Verzögerung auf die Systemleistung auswirkt. Nur die für die Anzeige erforderlichen X-Protokollbefehle werden zwischen den beiden Computern übertragen.

     

    Datenfluss in einer verteilten X-Manager-Sitzung

    Hinweis: In Netzwerken mit hoher Latenz verbessert diese Konfiguration die Leistung durch Kurzschluss des Datenaustauschs über das Netzwerk. Wenn der X-Server ohne Monitor auf dem Clienthost ausgeführt wird, erfolgt der Datenaustausch zwischen Client und Server, der sich nicht auf die Anzeige auswirkt, zwischen dem Client und dem X-Server ohne Monitor. Diese Daten werden jedoch nicht zur X-Serveranzeige auf der Workstation gesendet. Dadurch lassen sich die Anzahl der Roundtrip-Netzwerkmeldungen reduzieren und möglicherweise die auf Ihrer Workstation angezeigte Antwortzeit verkürzen. Darüber hinaus wird bei geringer Bandbreite des Netzwerks das Protokoll zwischen dem Protokollrouter und der X-Serveranzeige komprimiert.

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