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Befehlszeilen-Dienstprogramm "ssh-keygen"

ssh-keygen: Ermöglicht das Erstellen, Verwalten und Konvertieren von Schlüsseln für die Client- und Serverauthentifizierung.

Synopsis

ssh-keygen [-b bits] -t type [-N [passphrase]] [-C kommentar] [-f ausgabeschlüsseldatei]

ssh-keygen -B [-f eingabeschlüsseldatei]

ssh-keygen -c [-P passphrase] [-C kommentar] [-f schlüsseldatei]

ssh-keygen -e [-f eingabeschlüsseldatei]

ssh-keygen -p [-P alte_passphrase] [-N neue_passphrase] [-f schlüsseldatei]

ssh-keygen -i [-f eingabeschlüsseldatei]

ssh-keygen -y [-f eingabeschlüsseldatei]

ssh-keygen -l [-f eingabeschlüsseldatei]

Beschreibung

Mit dem Befehlszeilen-Dienstprogramm ssh-keygen können Sie RSA- und DSA-Schlüssel für die Authentifizierung mit öffentlichen Schlüsseln erstellen, Eigenschaften vorhandener Schlüssel bearbeiten und Dateiformate konvertieren. Wenn keine Optionen angegeben werden, generiert ssh-keygen standardmäßig ein RSA-Schlüsselpaar mit einer Schlüssellänge von 2048 Bit und fordert zur Eingabe eines Schlüsselnamens und einer Passphrase zum Schutz des privaten Schlüssels auf. Öffentliche Schlüssel werden mit demselben Basisnamen wie private Schlüssel angelegt und mit der Erweiterung .pub versehen. Nach Abschluss der Schlüsselgenerierung wird der Speicherort für den Schlüssel angezeigt.

Optionen

-b bits

Gibt die Schlüssellänge an. Bis zu einem gewissen Grad kann die Sicherheit durch Verwendung eines längeren Schlüssels erhöht werden. Ein längerer Schlüssel verlangsamt den Verbindungsaufbau, hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Ver- bzw. Entschlüsselung des Datenstroms, sobald die Verbindung hergestellt wurde. Die empfohlene Schlüssellänge hängt von zahlreichen Faktoren ab: Schlüsseltyp, Lebensdauer des Schlüssels, Wert der zu schützenden Daten, für einen potenziellen Angreifer verfügbare Ressourcen, Länge des symmetrischen Schlüssels, den Sie in Verbindung mit diesem asymmetrischen Schlüssel verwenden usw. Wir empfehlen Ihnen, mit dem für die Sicherheit verantwortlichen Mitarbeiter abzustimmen, welche Lösung für Ihr Unternehmen am besten geeignet ist. Schlüssellängen werden auf den nächsten Wert aufgerundet, der sich durch 64 Bit teilen lässt. Die Standardlänge von DSA-Schlüsseln ist 1024 Bit. Für RSA-Schlüssel ist 2048 Bit der Standard.

-B

Zeigt den Fingerabdruck des angegebenen Schlüssels im "SHA-1 Bubble Babble"-Format an. Sie können die Schlüsseldatei mit -f festlegen. Wenn Sie keine Datei eingeben, fordert das System Sie dazu auf. Sie können den privaten oder öffentlichen Schlüsselnamen angeben. Auf jeden Fall muss der öffentliche Schlüssel verfügbar sein.

-c

Fordert eine Änderung des Kommentars in den Dateien für private und öffentliche Schlüssel an. Dieser Vorgang wird nur bei RSA1-Schlüsseln unterstützt. Das Programm fordert Sie dann dazu auf, die Datei mit den privaten Schlüsseln, die Passphrase des Schlüssels (falls vorhanden) und den neuen Kommentar anzugeben.

-C kommentar

Legt die Information für das in der Schlüsseldatei enthaltene Kommentarfeld fest. Wenn die Zeichenfolge Leerzeichen enthält, muss sie in Anführungszeichen gesetzt werden. Wenn Sie bei der Schlüsselerstellung keinen Kommentar angeben, wird ein Standardkommentar angelegt, der Angaben zum Schlüsseltyp und Ersteller sowie zu Datum und Uhrzeit enthält.

-e

Generiert auf der Grundlage des angegebenen öffentlichen oder privaten OpenSSH-Schlüssels einen öffentlichen Schlüssel im Reflection-Format. Sie können die Schlüsseldatei mit -f festlegen. Wenn Sie keine Datei eingeben, fordert das System Sie dazu auf.

-f dateiname

Gibt den Dateinamen für den generierten privaten Schlüssel an. (Darüber hinaus wird ein öffentlicher Schlüssel erstellt, dem der Name des privaten Schlüssels mit der zusätzlichen Dateierweiterung .pub zugewiesen wird.) Diese Option kann auch zusammen mit -e, -i, -l, -p, -y und -B verwendet werden, um den Namen der Eingabedatei anzugeben.

-i

Generiert auf der Grundlage des angegebenen öffentlichen oder privaten Reflection-Schlüssels einen öffentlichen oder privaten Schlüssel im OpenSSH-Format. Sie können die Schlüsseldatei mit -f festlegen. Wenn Sie keine Datei eingeben, fordert das System Sie dazu auf.

-l

Zeigt den Fingerabdruck der angegebenen Datei für öffentliche Schlüssel mit MD5-Hash an. Sie können die Schlüsseldatei mit -f festlegen. Wenn Sie keine Datei eingeben, fordert das System Sie dazu auf. Wenn Sie einen privaten Schlüssel angeben, versucht ssh-keygen die passende Datei für öffentliche Schlüssel zu finden und den Fingerabdruck zu drucken.

-N passphrase

Legt die Passphrase fest. So geben Sie z. B. die Passphrase für einen neuen Schlüssel an:

ssh-keygen -N meine_passphrase -f schlüsseldatei

So erstellen Sie einen neuen Schlüssel, der nicht durch eine Passphrase geschützt ist:

ssh-keygen -N -f schlüsseldatei

Sie können auch -N zusammen mit -p und -P verwenden, um die Passphrase eines vorhandenen Schlüssels zu ändern.

-p

Mit dieser Option können Sie die Passphrase eines vorhandenen privaten Schlüssels ändern. Wenn Sie diese Option separat verwenden, werden Sie aufgefordert, die Datei mit dem privaten Schlüssel sowie einmal die alte Passphrase und zweimal die neue anzugeben. Wenn Sie die Passphrase nicht interaktiv ändern möchten, können Sie die Option zusammen mit -f, -P und -N verwenden, . Beispiel:

ssh-keygen -p -f schlüsseldatei -P alte_passphrase -N neue_passphrase

-P passphrase

Definiert die (alte) Passphrase.

-q

Führt ssh-keygen im unbeaufsichtigten Modus aus.

-t typ

Gibt den Algorithmus zum Generieren des Schlüssels an.Die möglichen Werte für Protokollversion 2 sind "rsa" und "dsa".

-y

Erstellt mithilfe des angegebenen privaten Schlüssels eine neue Kopie des öffentlichen Schlüssels. Sie können die Schlüsseldatei mit -f festlegen. Wenn Sie keine Datei eingeben, fordert das System Sie dazu auf.

Rückgabewerte

ssh-keygen gibt den Wert 0 (Null) zurück, wenn der Befehl erfolgreich durchgeführt wurde. Alle anderen Werte deuten auf einen Fehler hin.